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Motorrad­versicherung

Ob tägliche Fahrt mit dem Roller oder Motorradtour am Wochenende: Dein Schutz soll zu deiner Nutzung passen. Erfahre, welche Deckungen sinnvoll sind und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Das ist jetzt wichtig

Für dein Motorrad brauchst du eine Motorfahrzeughaftpflichtversicherung. Teilkasko und Vollkasko ergänzen den Schutz für dein eigenes Fahrzeug. Entscheidend sind dessen Wert und die Frage, welche Reparaturkosten du selbst tragen könntest. Prüfe zusätzlich, ob deine Ausrüstung mitversichert ist und welche Regelungen während der Winterpause gelten.

Welcher Schutz passt zu dir?

Die Haftpflicht bezahlt berechtigte Ansprüche anderer Personen. Teilkasko und Vollkasko decken bestimmte Schäden an deinem eigenen Motorrad. Der genaue Umfang hängt vom gewählten Produkt ab.

  • Haftpflicht Deckt Schäden, die du anderen mit deinem Motorrad zufügst. Obligatorischer Schutz für dein Fahrzeug.
  • Teilkasko Deckt beispielsweise Diebstahl, Feuer und Hagelschäden. Schutz vor ausgewählten Schäden am eigenen Motorrad.
  • Vollkasko Ergänzt die Teilkasko um Kollisionsschäden. Zusätzlicher Schutz bei selbst verursachten Unfällen.

Winterpause sinnvoll regeln

Wenn du im Winter nicht fährst, lohnt sich ein Blick auf die Saisonregelung deiner Versicherung. Manche Verträge berücksichtigen die Fahrpause bereits in der Prämie. Vergleiche dies mit einer Hinterlegung der Kontrollschilder und den damit verbundenen Gebühren. Kläre vorher, welcher Schutz während der Abstellzeit bestehen bleibt, etwa bei Diebstahl oder Feuer.

  • Motorradversicherung vergleichen

    Prämien, Deckungen und Selbstbehalte passend zu deinem Motorrad vergleichen.Angebote vergleichen
  • Bestehende Motorradversicherung prüfen

    Saisonregelungen, Ausrüstung und mögliche Deckungslücken überprüfen.

Diebstahl und Schäden beim Parkieren

Wird dein Motorrad gestohlen, kann eine Teilkaskoversicherung leisten. Beachte dabei die Sicherungsvorgaben und die vereinbarte Entschädigung. Fällt dir das Motorrad beim Abstellen um, ist dieser Schaden nicht automatisch durch die Teilkasko gedeckt. Entscheidend sind die Ursache und deine Kollisionsdeckung. Bei Schäden durch unbekannte Dritte können wiederum andere Bedingungen gelten.

Ausrüstung und Zubehör mitversichern

Helm, Schutzkleidung und Stiefel können nach einem Unfall teuer zu ersetzen sein. Prüfe, ob sie eingeschlossen sind, welche Ereignisse versichert sind und welche Höchstbeträge gelten. Fest montiertes Zubehör, Gepäcksysteme und Umbauten solltest du korrekt angeben. Kläre auch, ob eine Entschädigung zum Neuwert oder unter Berücksichtigung des Alters erfolgt.

Folgen eines Fahrfehlers begrenzen

Ein Grobfahrlässigkeitsschutz kann dich vor bestimmten finanziellen Folgen eines groben Fahrfehlers schützen. Er gilt jedoch nicht uneingeschränkt, etwa bei Alkohol, Drogen oder besonders schweren Verkehrsverstössen. Ein Bonusschutz betrifft dagegen die Rückstufung im Bonussystem nach einem Schaden. Er garantiert keine dauerhaft unveränderte Prämie.

Auf Tour abgesichert sein

Prüfe vor einer längeren Tour den geografischen Geltungsbereich deiner Versicherung. Bei der Pannenhilfe zählen neben dem Abschleppen auch Weiterreise, Unterkunft oder Rücktransport. Vergleiche diese Leistungen mit bestehenden Mitgliedschaften oder Herstellergarantien. Für Auslandreisen solltest du zudem klären, welche Versicherungsnachweise du mitführen musst.

Mitfahrende und andere Fahrer

Wenn jemand mitfährt, sind Haftungsansprüche gegen dich und der eigene Unfallschutz dieser Person zu unterscheiden. Eine zusätzliche Insassenversicherung ist deshalb nicht automatisch nötig. Verleihst du dein Motorrad, prüfe die Bedingungen für andere Fahrer und mögliche zusätzliche Selbstbehalte. Personen, die regelmässig fahren, müssen entsprechend den Fragen des Versicherers angegeben werden.

Prämie und Leistung abwägen

Vergleiche Angebote mit ähnlicher Deckung und denselben Selbstbehalten. Ein höherer Selbstbehalt kann die Prämie senken, muss für dich im Schadenfall aber bezahlbar sein. Wichtig ist auch die Entschädigung bei Diebstahl oder Totalschaden: Der Zeitwert berücksichtigt den Wertverlust deines Motorrads. Andere Entschädigungsmodelle können mehr bezahlen. Prüfe dabei immer die Voraussetzungen und zeitlichen Grenzen.

Abschluss und Wechsel planen

Stimme den Versicherungsbeginn mit der Übernahme deines Motorrads ab. Für die Zulassung benötigt das Strassenverkehrsamt einen Versicherungsnachweis. Bei einem Wechsel prüfst du zuerst Laufzeit und Kündigungsmöglichkeiten deiner bisherigen Police. Ist dein Motorrad geleast, beachte die vertraglichen Vorgaben zur Kaskodeckung und zum Selbstbehalt. Die gesetzliche Grundlage zur Motorfahrzeughaftpflicht findest du im Strassenverkehrsgesetz auf Fedlex (öffnet in neuem Fenster).

Häufige Fragen

Welche Motorradversicherung ist obligatorisch?

Für die Zulassung brauchst du eine Motorfahrzeughaftpflichtversicherung. Teilkasko und Vollkasko sind grundsätzlich freiwillig. Ein Leasingvertrag kann jedoch eine bestimmte Kaskodeckung verlangen.

Wann lohnt sich eine Vollkasko?

Eine Vollkasko kann sinnvoll sein, wenn dein Motorrad einen hohen Wert hat oder du eine grössere selbst verursachte Reparatur nicht selbst bezahlen könntest. Entscheidend sind Fahrzeugwert, Mehrprämie, Selbstbehalt und deine finanziellen Reserven.

Ist mein Motorrad während der Winterpause versichert?

Das hängt von deinem Vertrag und davon ab, ob du die Kontrollschilder hinterlegst. Lass dir bestätigen, welche Deckungen während dieser Zeit weiterlaufen. Eine Fahrpause bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Risiken abgesichert bleiben.

Sind Helm und Schutzkleidung automatisch mitversichert?

Nein. Je nach Produkt brauchst du dafür eine zusätzliche Deckung. Prüfe die versicherten Gegenstände, Schadenursachen, Höchstbeträge und Selbstbehalte.

Bezahlt die Teilkasko, wenn mein Motorrad umfällt?

Nicht automatisch. Fällt es dir beim Rangieren oder Abstellen um, ist in der Regel die Kollisionsdeckung relevant. Bei anderen Ursachen kommt es auf das versicherte Ereignis und die Bedingungen an.

Gelten diese Informationen auch für Roller?

Grundsätzlich gelten die beschriebenen Deckungsarten auch für entsprechend zugelassene Roller. Gib beim Vergleich die genaue Fahrzeugart an. Für andere Fahrzeugkategorien, beispielsweise gewisse Motorfahrräder, gelten andere Regelungen.

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